Der Jahreswechsel ist ein guter Anlass, die eigene Absicherung «aufzuräumen». Versicherungen laufen oft weiter, obwohl sich Lebensumstände verändern – etwa Jobwechsel, Umzug, neue Wohnung, Familiengründung oder Eigentumserwerb. Ein kurzer Check kann helfen, Risiken früh zu erkennen, unnötige Kosten zu vermeiden und die eigenen Policen wieder auf die Realität abzustimmen. Im Folgenden betrachten wir vier zentrale Versicherungen für Privatpersonen in der Schweiz und erklären, worauf Sie 2026 besonders achten sollten.
Unfallversicherung
In der Schweiz sind viele Arbeitnehmer über den Arbeitgeber nach UVG sowohl gegen Berufs- als auch Nichtberufsunfälle versichert. Dieser Schutz gilt jedoch nur, solange ein Arbeitsverhältnis besteht und die Arbeitszeit hoch genug ist (ab 8 Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber). Bei sehr tiefem Pensum, bei Selbständigkeit oder in Übergangsphasen – zum Beispiel zwischen zwei Jobs – entstehen schnell Deckungslücken.
Prüfen Sie, ob Sie während Freizeit, Hobbys oder Sport – vor allem im Winter (Ski, Schneesport, Velofahren etc.) – ausreichend abgesichert sind. Viele Standard-Policen decken Freizeitunfälle nur eingeschränkt oder gar nicht.
Ein wichtiger Punkt ist die Grobfahrlässigkeit. Viele Unfallversicherungen können Leistungen kürzen, wenn eine Person grobfahrlässig gehandelt hat, also gegen allgemein bekannte Sicherheitsregeln verstösst. Beispiele dafür sind das Befahren gesperrter Skipisten oder Velofahren mit dem Handy in der Hand. Wenn Ihre Police keine Grobfahrlässigkeitsdeckung enthält, kann dies zu erheblichen Kürzungen führen.
Achten Sie darauf, dass Heilungskosten, Invaliditätsleistungen oder Taggeld im Ernstfall ausreichend sind. Auch wenn das UVG-Taggeld 80 Prozent des versicherten Lohnes beträgt, kann es zu spürbaren Lücken kommen. Lohnbestandteile über 148’200 Franken pro Jahr sind nicht gedeckt, Teilzeitangestellte haben tiefere Taggeldansprüche bei gleichbleibenden Fixkosten, und bei mehreren Arbeitgebern kann der tatsächlich versicherte Lohn tiefer sein als der effektive Lebensstandard.
Privathaftpflichtversicherung
Die Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten Policen überhaupt. Schäden passieren schnell und können teuer werden. Zwei alltägliche Beispiele: Sie stossen bei einem Besuch eine teure Kamera oder ein Laptop um. Oder Ihr Kind beschädigt beim Spielen den Parkettboden der Mietwohnung. Ohne Versicherung kann das hohe Kosten verursachen.
Für 2026 sollten Sie prüfen, ob Ihre Versicherungssumme ausreichend hoch ist, ob Mietsachschäden eingeschlossen sind, ob Schäden durch Haustiere gedeckt sind und ob alle im Haushalt lebenden Personen eingeschlossen sind. Ältere Policen sind oft nicht mehr zeitgemäss und sollten aktualisiert werden.
Hausratversicherung
Der Wert des Hausrats steigt häufig unbemerkt – durch neue Möbel, Elektronik, Sportgeräte oder Designerstücke. Wenn die Versicherungssumme nicht angepasst wird, entsteht Unterversicherung. Im Schadensfall, etwa bei Feuer, Diebstahl oder Wasserschaden, wird dann nur anteilig ersetzt.
Prüfen Sie deshalb den aktuellen Neuwert Ihrer Gegenstände und passen Sie die Versicherungssumme entsprechend an. Für besonders wertvolle Einzelstücke wie E-Bikes, Schmuck, Kunst oder spezielle Elektronik kann eine Zusatzdeckung sinnvoll sein.
Erwerbsunfähigkeit und BU-Versicherung
Das eigene Einkommen ist für viele Menschen das wichtigste wirtschaftliche Fundament. Ein Unfall oder eine Erkrankung kann dieses Fundament gefährden. Die staatlichen Leistungen durch IV, AHV und Pensionskasse decken nur einen Teil dieser Risiken ab. IV-Renten fallen oft deutlich tiefer aus als das bisherige Einkommen, die Leistungen werden erst nach Wartefristen ausbezahlt, und Pensionskassenleistungen unterscheiden sich je nach Reglement erheblich. Jüngere Menschen haben oft besonders tiefe Ansprüche, weil sie wenige Beitragsjahre vorweisen.
Eine private Erwerbsunfähigkeits- oder Berufsunfähigkeitsversicherung kann diese Lücken schliessen. Für 2026 sollten Sie die Höhe der BU-Rente, die Karenzfrist, die Kombination mit Unfall- oder Krankentaggeldversicherung und die Anpassung an Ihre aktuelle Lebenssituation prüfen.
Warum dieser Check jetzt wichtig ist
Zum Jahreswechsel ändern sich oft Einkommen, Wohnsituation oder familiäre Rahmenbedingungen. Versicherungen passen ihre Prämien und Bedingungen ebenfalls jährlich an. Viele Menschen unterschätzen zudem Risiken wie Freizeitunfälle, Schadensfälle oder Einkommensausfall, bis es zu spät ist. Eine kurze Überprüfung schafft Sicherheit.
Häufige Begriffe, einfach erklärt
- Unfallversicherung: Deckt medizinische Kosten, Lohnausfall und Invaliditätsfolgen bei einem Unfall.
- Grobfahrlässigkeit: Verletzung grundlegender Vorsichtspflichten, was zu Leistungskürzungen führen kann.
- Privathaftpflicht: Schutz bei Schäden, die Sie anderen zufügen, inklusive Schäden an Mietobjekten.
- Hausratversicherung: Deckt Schäden oder Verlust an persönlichen Gegenständen.
- Unterversicherung: Versicherungssumme ist zu tief, daher wird ein Schadenfall nur anteilig ersetzt.
- Erwerbsunfähigkeit/BU: Sichert Ihr Einkommen, wenn Sie aufgrund von Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr arbeiten können.
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