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Kinder, Sparen und Vorsorge: Die wichtigsten Tipps für eine sichere finanzielle Zukunft.

  • 3 Lesezeit

Zukunftsvorsorge für Kinder in der Schweiz: früh sparen, klug absichern

Die Geburt eines Kindes verändert vieles. Plötzlich stehen nicht mehr nur die eigenen Ziele im Mittelpunkt, sondern auch die Zukunft des Nachwuchses. Eltern in der Schweiz möchten ihren Kindern später eine gute Ausbildung ermöglichen, beim ersten Auto helfen oder einen finanziellen Grundstein für das Erwachsenenleben legen.

Trotzdem wird das Thema Zukunftsvorsorge oft aufgeschoben. Der Alltag ist voll, die Ausgaben steigen und die Frage lautet häufig: «Lohnt es sich überhaupt, schon jetzt mit dem Sparen zu beginnen?»

Die Antwort ist klar: Ja. Denn je früher begonnen wird, desto einfacher lässt sich auch mit kleineren Beträgen ein solides Polster aufbauen.

Was bedeutet Zukunftsvorsorge für Kinder überhaupt?

Zukunftsvorsorge bedeutet, heute finanzielle Entscheidungen zu treffen, die Ihrem Kind später Vorteile bringen können. Dabei geht es nicht nur ums Sparen, sondern auch um die richtige Absicherung der Familie.

Typische Ziele sind:

  • Finanzierung einer Ausbildung oder eines Studiums
  • Unterstützung beim Führerschein
  • Startkapital für die erste Wohnung
  • Finanzielle Unterstützung bei Weiterbildungen
  • Langfristiger Vermögensaufbau

Es besteht oftmals der Glaube, Eltern müssten grosse Beträge zur Seite legen. In der Praxis ist Regelmässigkeit jedoch oft wichtiger als die Höhe des einzelnen Beitrags.

Ein Rechenbeispiel: Zeit schlägt Sparbetrag

Familie A spart ab Geburt eines Kindes monatlich 100 Franken. Familie B beginnt erst mit dem 10. Geburtstag des Kindes und spart monatlich 200 Franken.

Obwohl Familie B doppelt so viel pro Monat spart, hat Familie A durch den längeren Zeitraum häufig einen entscheidenden Vorteil aufgebaut. Der wichtigste Faktor ist deshalb oft nicht die Sparsumme, sondern der frühe Start.

Welche Sparmöglichkeiten gibt es in der Schweiz?

Das klassische Sparkonto oder Kinderkonto ist nach wie vor eine beliebte Lösung.

Vorteile des Sparkontos

  • Einfach verständlich
  • Hohe Flexibilität
  • Keine Anlagerisiken

Nachteile des Sparkontos

  • Aktuell oft tiefe Zinsen
  • Kaufkraftverlust durch Inflation möglich

Für kurzfristige Ziele kann ein Sparkonto sinnvoll sein. Für einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren lohnt sich häufig ein Blick auf weitere Möglichkeiten.

Wertschriften und Anlagelösungen

Viele Banken bieten heute spezielle Anlagelösungen für Kinder an. Dabei wird das Geld langfristig investiert. Dadurch bestehen zwar Wertschwankungen, langfristig sind jedoch oft höhere Renditen möglich als auf einem klassischen Sparkonto. Wichtig ist, dass die Anlagestrategie zur Risikobereitschaft und zum Zeithorizont der Familie passt.

Sparen innerhalb der Familie

Auch Grosseltern, Gotte oder Götti möchten häufig einen Beitrag zur Zukunft des Kindes leisten. Anstatt Spielzeug oder kurzfristige Geschenke können regelmässige Einzahlungen auf ein Sparkonto oder einen Sparplan langfristig einen grossen Unterschied machen.

Die finanzielle Absicherung der Eltern nicht vergessen

Wer über Zukunftsvorsorge für Kinder spricht, sollte auch die Absicherung der Eltern betrachten. Denn nur durch das eine funktioniert auch das andere. Die grösste finanzielle Gefahr für ein Kind ist häufig nicht ein fehlendes Sparkonto, sondern ein Einkommensausfall der Eltern.

Orientierungsfragen, die sich Familien stellen sollten:

  • Reicht die Absicherung bei Krankheit oder Unfall?
  • Ist die Familie bei Erwerbsunfähigkeit genügend geschützt?
  • Wie hoch wäre die finanzielle Belastung bei einem Todesfall?
  • Sind bestehende Versicherungen noch aktuell?

Welche Rolle spielt die Säule 3a für Familien?

Die Säule 3a ist in erster Linie für die eigene Vorsorge gedacht. Trotzdem spielt sie auch für Familien eine wichtige Rolle.

Wer die eigene Altersvorsorge aufbaut, sorgt indirekt auch für mehr finanzielle Stabilität innerhalb der Familie. Zusätzlich profitieren Einzahlungen in die Säule 3a von steuerlichen Vorteilen. Dadurch bleibt unter Umständen mehr Geld für andere Sparziele übrig.

Typische Fehler bei der Zukunftsvorsorge

  1. Zu spät beginnen. Viele Eltern warten auf den «richtigen Zeitpunkt» – bis genügend «übriges» Geld da ist, nach dem Umzug oder wenn das Kind in die 1. Klasse kommt. So verstreichen wertvolle Jahre.
  2. Keinen klaren Plan haben. Wer nicht weiss, wofür gespart wird, spart häufig unregelmässig oder verliert die Motivation.
  3. Nur auf Sparen fokussieren. Vermögensaufbau ist wichtig. Die finanzielle Absicherung der Familie sollte jedoch ebenfalls regelmässig überprüft werden – und die Fixkosten sollen nicht darunter leiden.
  4. Alte Versicherungen nicht anpassen. Nach der Geburt eines Kindes verändern sich die finanziellen Verpflichtungen erheblich. Bestehende Policen sollten deshalb überprüft werden, um Überraschungen zu vermeiden.

Fazit: früh starten, regelmässig sparen, Familie absichern

Kinder bringen neue Verantwortung mit sich, auch finanziell. Die gute Nachricht: Es braucht nicht zwingend grosse Vermögen oder hohe Sparbeträge, um die Zukunft eines Kindes positiv zu beeinflussen. Wer früh beginnt, regelmässig spart und gleichzeitig die finanzielle Absicherung der Familie überprüft, schafft wichtige Voraussetzungen für langfristige Sicherheit.

Die beste Zukunftsvorsorge besteht oft aus einer Kombination von Sparen, Absichern und einer regelmässigen Überprüfung der persönlichen Situation.

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Stefano Ferramosca & Konrad Schwitter
Ferramosca & Partner. Ihr Versicherungsbroker mit Zukunft.